Vertrauen ...

Erstmal Stacheln ausfahren ...
Erstmal Stacheln ausfahren ...

... ist ein recht bedeutendes Wort, das gern für Beziehungen jeglicher Art benutzt wird. Aber was heißt das denn eigentlich?

 

Für mich ist es momentan äußerst spannend zu erleben, wie an jedem gemeinsam verbrachten Tag das Vertrauen zwischen meinem Hund und mir wächst. Das ist schön! Es scheint, ich entdecke die Welt gerade auch etwas neu. Z.B. ist es nicht nur lustig sondern auch sehr anrührend zu beobachten, wie Pio sich ganz langsam an das Wasser heran pirscht. Die kleinen Wellen des »Lago di Garda«, an dem wir heute angekommen sind, wollen ihm einfach nicht recht geheuer sein. Wieso sehen die Steine da am Grund des Sees eigentlich so komisch aus? Warum schwimmen da so komische Tiere auf dem See, was machen die da und warum kann ich sie nicht erreichen? So in etwa sieht Pios »Gesichtsausdruck« aus, wenn wir unsere Tour machen und am Wasser entlang gehen.

 

Zum Thema »Vertrauen« fallen mir auch noch einige verwandte Wörter ein:

-       Zutrauen

-       Blindes Vertrauen

-       Anvertrauen

-       Vertrauensverhältnis

-       »Misstrauen« vs. Vertrauen

 

Vertrauen hat auch etwas mit »sich trauen« zu tun. Etwas oder jemand, der neu ist, ist uns vielleicht nicht ganz »geheuer«, wir wissen noch nicht, was das oder der Neue ist und beobachten, ja, wir probieren aus, wie es sich so verhält mit dem Neuen. Dürfen wir so sein, wie wir sind? Wie sieht es mit Status oder Dominanz aus? Können wir uns »an-vertrauen«? Dürfen wir »Zu-trauen« fassen ohne einen Schaden davon zu tragen? Wie reagiert das (oder der) wir noch nicht kennen auf unser Verhalten? Wie reagieren wir selbst?

 

Es kann mitunter recht lange dauern bis ein Vertrauensverhältnis – vielleicht sogar irgendwann das »blinde Vertrauen« – aufgebaut ist. Ich muss hier immer wieder an »Der kleine Prinz« denken. Diese wunderschöne Geschichte, die wohl fast jeder kennt, ist eine Geschichte auch über »das Vertrauen«. Erinnert Ihr Euch an die Beschreibung der ersten Begegnung zwischen dem kleinen Prinzen und der Rose?

 

Je nachdem, welche Erfahrungen wir in unserem Leben machen oder bereits gemacht haben – egal ob kurzes oder langes Leben – ist unser Vertrauensverhältnis geprägt durch eben diese und durch daraus entstehende innere Glaubenssätze, die uns in unserem Verhalten (meist unbewusst) steuern.

 

Es gibt sicher Menschen – vielleicht auch Tiere –, die schnell Vertrauen aufbauen können, aber eben auch jene, die aufgrund ihrer Erfahrungen mehr Zeit hierfür benötigen. Wichtig ist, dass wir lernen den anderen – egal ob Mensch oder Tier – in seinem Verhalten und seinem Ausdruck zu verstehen, d.h. diese oder diesen zu deuten. Und dieses bedarf Zeit. 

 

Ich glaube auch, dass Vertrauen etwas mit Annehmen und Loslassen zu tun hat. Über das »Los-lassen« habe ich bereits geschrieben, ein Artikel über das »Annehmen« steht noch aus.

 

Als neue Hundebesitzerin ist es mir ein Anliegen meinen Hund Pio »zu lesen«, d.h. seine Reaktionen zu deuten. Es wird spannend und aufregend bleiben, und ich mache derzeit ganz sicher auch noch jede Menge Fehler. Wir beide haben bereits einen Termin für ein Intensivtraining in einer Hundeschule in Süddeutschland ausgemacht. D.h. auch, dass ich Anfang Oktober zurück in Deutschland sein werde.

 

In einem meiner nächsten Artikel werde ich über das Thema »Abschied und Neubeginn« berichten.

 

Denkt auch an den Kalenderwettbewerb 2014. Wer mir schreibt, welches sein Lieblingsfoto in meiner Bildergalerie der Monate Mai bis September ist und welches Lieblingszitat bzw. welche Gedanken ihm dazu einfallen, der kann einen von 12 Foto-Kalendern für das Jahr 2014 gewinnen. Schickt mir eine Mail mir Eurem Vorschlag an: mail@anjameineke.de. Einige Mails sind bereits eingegangen. Ich lasse den Wettbewerb noch bis Anfang Oktober laufen.

 

Und hier geht es zu den aktuellen Bildimpressionen.

 

 

Kommentare: 1 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Jürgen (Montag, 23 September 2013 21:25)

    hab meinen Kommentar am 12. September oder so hinterlassen...
    Einen tiefen Gruß von Jürgen