Was so los ist derzeit ...

Jeden Tag ein paar Millimeter ...
Jeden Tag ein paar Millimeter ...

möchte ich Euch in einem kurzen Sonntäglichen Artikel berichten.

 

Kalt ist es geworden hier in den Abruzzen. Pio und ich befinden uns auf ca. 1.100 m Höhe und die Nächte kühlen mittlerweile auf bis zu 5 Grad ab. Dafür ist es tagsüber noch herrlich warm, meist bis zu 25 Grad mit viel Sonne. Allerdings gab es auch schon ein paar heftige Regengüsse. Die Luft riecht klar nach Herbst, die Natur richtet sich für den bevorstehenden Winter ein. Ich persönlich liebe den Morgen bei Sonnenaufgang, dann fühle ich mich eins mit der Natur und meine Müdigkeit der vergangenen Nacht ist wie weggeblasen.

 

Das Schöne hier im Nationalpark ist das »Wildlife« rundherum. Frühmorgens und nachts hört man hier derzeit die Hirsche röhren, im September und Oktober ist Paarungszeit. Mit der Organisation »Ecotours« kann man Exkursionen mit »Fast-Garantie« für das Entdecken von Bären und Wölfen unternehmen oder mit viel Glück diese bei seinen Wanderungen auch selbst entdecken. Mir ist das leider noch nicht gelungen. Gestern habe ich mich mit einem Franzosen unterhalten, der hier in der Nähe bei einer Autotour eine Bärin mit zwei Jungen über die Straße hat laufen sehen. Er hielt an, schoss ein paar Fotos und stellte später hier zurück auf dem Campingplatz zu seinem absoluten Leidwesen fest, dass er keine Speicherkarte im Fotoapparat eingelegt hatte. Er war – verständlicherweise – mehr als nur ein bisschen ärgerlich auf sich selbst.

 

Bis Dienstag bleiben Pio und ich noch hier auf dem Platz, wir wollen morgen mit Carla, der Hundetrainerin aus Pescasseroli und ihrem Freund Lorenzo noch einen letzten Tag verbringen. Die beiden sind mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen und Carla und ich schmieden Pläne, ob wir nicht vielleicht ein internationales Projekt zum Thema »Führung und Kommunikation« mit ein paar Anderen auf die Beine stellen könnten. Das macht Spaß.

 

Pio und ich waren in der Zwischenzeit übrigens beim Tierarzt in einem Ort ca. 40 Km von hier entfernt. Den Tierarzt »Giovanni« fand Pio gar nicht so schlimm, er hat die Spritzen ohne großen Aufstand hingenommen und sich dabei recht entspannt verhalten. Allerdings war die Fahrt in meinem Bus dorthin mehr als aufregend für ihn. Bei den vielen Serpentinen wurde ihm ziemlich übel und er hat sein Innerstes erstmal so richtig nach Außen gekehrt – nach oben raus versteht sich von selbst. Das könnte in den nächsten Tagen auch für mich noch recht aufregend werden, wenn wir uns erst auf den Weg zurück machen.

 

Nun hat Pio also einen offiziellen Pass mit eingetragenem Namen. Sein Geburtsdatum haben wir auf den 10.02.2013 festgelegt. Muss ja alles »seine Richtigkeit« haben. Ach ja und übrigens sind mittlerweile durch ein Gespräch mit einem Standbesitzer auf dem Markt in Pescasseroli auch seine Eltern bekannt. Seine Mutter ist eine Belgische Schäferhündin und sein Vater aller Wahrscheinlichkeit nach ein Deutscher Schäferhund, obwohl ein Bewohner von Pescasseroli der festen Überzeugung ist, dass  auch ein Labrador als Vater in Frage käme. Aber den können wir in Pio beim besten Willen zumindest rein äußerlich nicht erkennen, an seinem Gemüt schon eher.

 

Die neuen Bildimpressionen vom Monat September sind online. Ihr könnt also die Fotos bei der Auswahl für den Wettbewerb mit einbeziehen. Ich freue mich auf Eure Zuschriften.

 

 

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