Nach Dunkel kommt Hell...

Ein Kraftplatz – die Abruzzen
Ein Kraftplatz – die Abruzzen

... und nach Hell kommt Dunkel. Ein ewiger Kreislauf in der Natur. Ein Spiel zwischen Sonne und Mond. Die Nacht löst irgendwann den Tag ab und der Tag darauf die Nacht. Für so einen Wechsel gibt es ja weitere viele uns bekannte Beispiele.

 

Im Außen wie im Innen – so verläuft es derzeit für mich in stetiger Abwechselung.

 

Es gibt »helle Tage«, die sehr inspirierend sind und von denen ich zehre, in denen alles möglich scheint – ja ist! Dann darf ich aus einer Quelle in mir schöpfen, die mit allem gefüllt ist, was ich benötige ... und bin ganz mit mir verbunden.

 

Und es gibt »dunkle Tage« – eher »dunkle Sequenzen« –, in denen ich mich mit »alten Geschichten« plage. Bewusst schreibe ich, in denen »ich mich plage«, da ich es ja bin, die solche »Einladungen« in mitunter trübe Gedanken annimmt – wenn auch zunächst unbewusst. Wer kennt sie nicht, diese manchmal »trüben Zeiten«? Aber wer, wenn nicht ich selbst, kann am besten die Entscheidung treffen sie abzulehnen ...? »Nein Danke, ich stehe nicht mehr zur Verfügung.« Dazu bedarf es, die Situation »von außen zu beobachten« – will sagen – sich bewusst zu machen, was gerade geschieht. Das Gefühl, das mit diesen trüben Gedanken verbunden ist, ist nichts als ein Hinweis, den wir wahrnehmen und nutzen können oder in das wir uns hineinfallen lassen können. Eine Freundin meinte vor Kurzem hierzu: »Sieh’ die Gefährten am Wegesrand stehen, grüße sie und gehe an ihnen vorbei.« Eine wunderbare Metapher dafür, nicht stehenzubleiben und sich im Sud der Schwere zu suhlen, sondern sich für »das Helle« in mir, das Positive, das was sich gut anfühlt und mich weiterbringt, zu entscheiden. Nach Dunkel kommt Hell und mit der Zeit und etwas Übung kann es länger ­­– mit großer Wahrscheinlichkeit sogar anhaltend – ­hell bleiben.

 

Ich habe mich für das Helle entschieden. Und wenn es wieder erforderlich ist, werde ich Üben, Üben, Üben.

 

Ich blicke übrigens gerade auf die Bergwelt der wunderschönen Abruzzen. Opi, der Ort in dem ich mich gerade aufhalte, liegt mitten im Herzen des Parco Nazionale d' Abruzzo. Und es ist eine fantastische Landschaft, ein absoluter Kraftort. Es riecht gut nach frisch geerntetem Heu, feuchte Nebelschwaden ziehen an meinem Bus vorbei im ersten Morgenlicht, ein Hund hat mich adoptiert und bewacht mich und meinen Bus, begleitet mich – auch ohne Einladung – bei meinen Wanderungen und es sind bestimmt 15 Grad Temperaturunterschied zur Küste. Also angenehme 25 Grad, wobei ich auch gut mit 40 Grad leben, allerdings nicht wandern kann.

 

Zu den Bildimpressionen geht es hier.

 

 

Kommentare: 1 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Erika (Sonntag, 28 Juli 2013 16:53)

    Liebe Anja, gerade bin ich von meinem "langweiligen" Atlantikkurzaufenthalt (nur 10 Tage) zurück. Die lange Weile hat mir sehr sehr gut getan und nun erfreue ich mich an Deinen Texten und Bildern. Viele liebe Grüße von Deiner Erika