Mit dem Fahrrad ab ans Meer ...

Kreise ziehen ...
Kreise ziehen ...

... dachte ich mir vor ein paar Tagen und bin, nachdem ich mich früh von der Casa Carla verabschiedet habe, direkt zum »Parco Naturale della Maremma« nach Alberese gefahren, habe dort meinen Bus geparkt, um die letzten KM mit dem Fahrrad nach Marina di Alberese zu radeln.

 

Es ging durch Wiesen, Felder und Brachland, mit betörendem Pinienduft in der Nase, vorbei am Wald des Parks bis zum Naturbelassenen Strand, welcher bereits – trotz frühem Vormittag – von sonnenhungrigen Italienern besetzt war.

 

Ein paar Stunden und Espressi später ging es dann auch schon weiter nach Pescia Fiorentina zum »Giardino di Tarocchi« von Nikki de Saint Phalle. Großartige Skulpturen haben mich dort erwartet. Im genannten Park stellt Nikki mit ihren Skulpturen die Karten des Tarots nach. Hier sind ein paar Bildimpressionen.

 

Und noch einmal weiter ging es am Abend mit Ziel Lago di Bracciano. Dank an Annika für diesen guten Tipp. Meine sympathische Hausmitbewohnerin befindet sich nämlich ebenfalls gerade im Sabbatical und müsste eigentlich gerade wieder zu Hause angekommen sein. Hier hatte ich mal wieder Glück und einen schönen Stellplatz keine 20 Meter vom See entfernt bekommen. Neben mir eine italienische Großfamilie im Urlaub, mit Nonna, Nonno, Vecchi e Bambini. Il Nonno spricht Deutsch, kennt sogar Bella Lübeck und hat ein paar Jahre seines Lebens in den 60ern als italienischer Gastarbeiter in Düsseldorf verbracht. Ich wurde sogleich in die Familie integriert, die immer darauf bedacht war, ihre Enkel unter Kontrolle zu halten, was nur manchmal gelingen mochte. »Non, non, niente, ... es ist nicht zu laut. Va bene!« Komme ich doch ebenfalls aus einer Großfamilie und bin durchaus mit einem gewissen Lärmpegel vertraut.

 

Gestern bin ich mit dem Fahrrad um den See gefahren. Das war zwar nicht eben ein Zuckerschlecken bei 32 Grad, dafür war der Sprung ins kühle Nass hinterher um so erfrischender. Bei meiner Giro di Lago bin ich immer wieder ein paar italienischen Rennradfahrern begegnet, die mir – trotzdem ich nicht in Radfahrerkluft unterwegs war – aufmunternd zugezwinkert haben.

 

Heute nun, da fahre ich weiter gen Süden. Vorbei an Rom, welches ich erst im September besuchen werde, an Napoli ebenfalls vorbei mit nächstem Ziel »Cilento«, zurück ans Meer. Mal sehen, wie weit ich heute komme und wo es mich entlang treibt.

 

 

Kommentare: 2 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Max (Montag, 08 Juli 2013 21:41)

    Toller Artikel! Schön, dass dir der Parco Naturale della Maremma und der Giardino dei Tarocchi gefallen haben. Und vielen Dank natürlich für den Link!

    tanti saluti von Maremma Geheimtipp

  • #2

    anjameineke (Dienstag, 09 Juli 2013 17:57)

    Hallo Max,
    danke für Deinen Kommentar. Ja, war schön im Parco. Hoffe es geht Euch gut! Gruß an auch Melanie!
    Ciao e Ci Vediamo
    Anja