Um mich herum ein Surren und Summen ...

Ein Summen und Surren ...
Ein Summen und Surren ...

... und bei genauerem Hinsehen, nicht nur Hinhören, entdecke ich ein lebendiges Bild, gefüllt mit kleinsten Flugobjekten jeglicher Couleur. Die Luft ist nicht nur vom Flimmern der Hitze in der Ferne erfüllt.

 

Große, kleine und noch kleinere Bienen, Hummeln, sogar Hornissen, Schmetterlinge, Fliegen, Mücken, Käfer und jede Menge mir nicht geläufige Insekten ... fliegen an mir vorbei – mal schnell und laut, dann wieder leise, fast zaghaft. Es geht zu wie auf einer »Autostrada«. Aber drängeln ist nicht angesagt. Schauend – Aug’ in Aug’ einander beobachtend – sitze ich auf meiner schönen, ruhigen und mit freier Sicht auf die Toskana gelegenen Terrasse im herrlichen Süden. Im Lavendel neben mir sammeln sich bunte Schmetterlinge, kleine Geckos huschen vorüber und wollen sich in der heißen Sonne wärmen. Nachtspeicherung.

 

Fast schon scheinen verschiedene Orchester ihre Konzerte wirr, doch irgendwie harmonisch und immer ihr Bestes zu geben.

 

Würde ich all dies auch wahrnehmen in meinem Alltagstrott? Nicht in dieser Intensität, da bin ich mir sicher. Und doch schreiten wir Tag für Tag durch sie hindurch, durch die Orchester des Lebens, mit all seinen Höhen, mit all seinen Tiefen ... und nehmen sie nicht immer wahr. Vielleicht auch, weil wir uns verschließen, vor dem ganzen Leben und nur das Eine – für uns scheinbar Wichtige und Sichtbare – eben sehen (wollen), weil der Blick auf das Andere, zunächst nicht immer vielversprechend zu sein scheint und manchmal auch Angst macht.

 

Mich jedenfalls ... mich inspiriert all das Gesumme und Gesurre. Und ich bin dankbar – nicht nur darum, hier zu sein. Auch für die Möglichkeiten, die sich mir während dieser Auszeit bieten. Tag für Tag. Nicht immer sehe ich sie, und doch ... sie kommen unweigerlich immer wieder. 

 

 

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