Zwei für Eine ...

Ankunft auf der Isola d'Elba
Ankunft auf der Isola d'Elba

... bekam ich in den vergangen Tagen. Wie berichtet habe ich mich zu einem 2-wöchigen Italienisch-Sprachkurs in Siena angemeldet. Als ich am letzten Montag dort ankam, erzählte man mir, dass der (absolute) Beginner-Kurs leider bereits eine Woche zuvor angefangen habe, ich aber nun die fantastische Möglichkeit bekäme, innerhalb der nächsten 2 Tage durch quasi Privat-Unterricht (gemeinsam mit meinem Kommilitonen Nathan aus Südafrika) den bereits begonnenen Kurs nachzuholen – also 1 Woche in 2 Tagen –, um dann am Mittwoch in die fortgeschrittene Klasse einzusteigen. Ohne mir weitere Gedanken darüber zu machen, habe ich spontan zugesagt. Das nennt man also »Intensiv-Kurs«. Hätte ich im Vorfeld gewusst, worauf ich mich eingelassen habe, hätte ich der italienischen Grammatik, den vielen neuen Vokabeln und der italienischen Ausdrucksweise etwas mehr Respekt gezollt. :-) Aber Rückzieher machen ist nicht.

 

Heute also – an meinem Geburtstag – habe ich dann mit wahrlich rauchendem Kopf und bestandenem Abschlusstest den Sprachkurs beendet. Im Kopf den »gepaukten« Inhalt von 2 Wochen. Nebenbei gesagt kann den aber sicher schon aus reiner Höflichkeit der italiensichen Sprachlehrer uns Anfänger gegenüber, ganz sicher jeder bestehen. 

 

Das Umsetzen des erlernten Inhaltes gestaltet sich jedoch noch äußerst(!) schwierig für mich. Doch nun

habe ich Zeit jeden Tag das Erlernte zu wiederholen und nach und nach beim Einkaufen, Grüßen oder Plaudern auszuprobieren und es heißt üben, üben, üben.

 

Denn was nützt uns das Wissen, wenn wir es nicht umsetzen?! Vom Wissen allein kann man nur selten zufriedener und glücklicher werden, oder? Ich merke, dies könnte ein Ansatz zum weiteren Philosphieren sein, doch ruft mich zunächst »la spaggia«. Denn seit heute Abend bin ich auf der schönen Isola d'Elba

 

 

Kommentare: 2 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Astrid (Donnerstag, 20 Juni 2013 15:34)

    Hallo Anja,

    hier noch zum Thema Wissen ein paar philosophische Gedanken: Katrin Wiederkehr schreibt in ihrem Buch "Wer losläßt, hat die Hände frei": "Offenlassen, warten und zulassen erhellen immer wieder kleinere und manchmal auch größere Flächen des Feldes. Wenn Wissen nicht mehr sein muß, bekommt es endlich die Zeit und Ruhe die es braucht, um sich zu zeigen."

    Du hast mich schon immer inspiriert. Ich feue mich schon darauf, bei einem Glas Wein mit Dir weiter zu philosophieren.

    Grüße von Astrid

  • #2

    Dorothea (Freitag, 21 Juni 2013 21:56)

    Liebe Anja,
    sorry erst einmal, dass ich mich nicht früher gemeldet habe.
    Es ist sehr beglückend, zu Hause im Garten zu sitzen, nach meiner Knie OP noch immer deutlich Bewegungseingeschränkt, und an deiner Reise teilnehmen zu können. Die Kreise, die ich gerade ziehe, habe einen deutlich engeren Radius, gehen aber sehr in die Tiefe. Endlich Zeit und Ruhe zu haben ist alleine schon ein großes Geschenk. Ich bin gespannt was sich zeigen will. Unter anderem lese ich z.Z. das Buch von K. Wiederkehr und so fühle ich mich inspiriert nun doch zu schreiben. Ich bin ja eher eine Frau der direkten Kommunikation und werde dich am WE unter der "Italien" Telefonnummer anrufen.
    Bis dahin herzliche Grüße, Dorothea